Verschwörung oder nicht…

Gestern hat mir eine sehr wertschätzende Diskussion über die derzeitigen „Verschwörungstheorien“ in Bezug auf Corona, noch einmal verdeutlicht, wie sehr mich das Thema seit einigen Wochen triggert.

Aber zunächst kurz zur Begrifflichkeit. Die Bezeichnung „Verschwörungstheorien“ möchte ich im Folgenden nicht verwenden, da sie eine stark wertende Komponente hat. Stattdessen möchte ich von „alternativen Perspektiven“ sprechen, da es sich um Blickwinkel, Meinungen und auch Fakten handelt, die nicht die Berichterstattung der etablierten Medien widerspiegeln. Vorschläge für alternative Bezeichnungen sind willkommen.

Ich finde es wichtig, dass eine Gesellschaft den Diskurs vielfältiger Blickwinkel aushalten kann. Aber bei aller Vielfalt möchte ich dennoch gerne selber entscheiden, mit welchen Inhalten ich mich wann und wie auseinander setze. Immer wieder lese und höre ich (auch in meinem persönlichen Umfeld) Menschen die sich mit diesen alternativen Perspektiven auseinander setzen. Sicher, weil Ihnen – insbesondere während der Corona Zeit – ihr Bauchgefühl signalisiert hat, dass an der gängigen Berichterstattung irgendetwas nicht stimmig ist. So ging es mir auch. Jeder sollte das Recht haben sich auf alternativen Kanälen zu erkundigen, Fakten abzuwägen um fundierte, mündige Entscheidungen für das eigene Leben zu treffen. Genauso wie ich fordere, dass die Menschen die den Wunsch verspüren, für ihre Auseinandersetzung mit diesen Inhalten weder bewertet noch verurteilt werden, fordere ich ebenso, dass Menschen die für sich entscheiden dies nicht (mehr) zu tun, nicht bewertet oder gar beleidigt werden. Leider habe ich dies aber in den vergangenen Wochen oft – insbesondere in den „sozialen“ Medien – gelesen.

Ich denke es gibt drei Strategien wie man mit Informationen umgehen kann:

  1. Ignoranz, Passivität, wegsehen, „Ist mir doch egal!“
  2. Die aktive Auseinandersetzung (inkl. studieren unterschiedlichster Informationskanäle, Datenanalyse, etc.)
  3. Die proaktive Entscheidung Konsequenzen zu ziehen, aber sich nicht (länger) im Detail damit auseinandersetzen zu wollen.

Übrigens gilt das nicht nur für die Widersprüche rund um Corona. Ich mache mal ein anderes Beispiel um meine persönliche Haltung zu verdeutlichen: Die Berichterstattung über Tierquälerei. Auch hier kann man 1. ignorieren was auf dieser Welt mit den Tieren passiert; 2. Ich kann mich informieren, alles an sachlichen Daten und Fakten konsumieren, zusammentragen und auswerten. Mir sämtliche Videos zu Tierquälerei rein ziehen und diese in meinem Umfeld teilen um mehr Menschen auf die Thematik aufmerksam zu machen. Oder 3. ich realisiere, dass die Auseinandersetzung ab einem bestimmten Punkt nur noch Wut erzeugt. Also entscheide ich mich aktiv die Sachen nicht länger anzusehen, sondern für mich und mein Leben Konsequenzen zu ziehen und ins Handeln zu kommen. In meinem Fall bedeutet dies die Entscheidung (fast) vegan zu leben.

Auch was die alternativen Perspektiven auf Corona angeht habe ich mich bis zu einem bestimmten Punkt mit der Sachlage und den Widersprüchen auseinander gesetzt, eine gewisse Klarheit für mich gewonnen und zu bestimmten Themen (z.B. Medienkonsum, Impfpflicht) meine eigene Meinung gebildet. Auch hier bin ich irgendwann an einen Punkt gestoßen, an dem ich für mich realisiert habe, dass eine weitere Auseinandersetzung mit den Themen nur noch negative Energien in mir erzeugt, Gefühle von Hilflosigkeit, Ohnmacht, Angst, Wut oder sogar Hass auslöst. Also habe ich mich bewusst dafür entschieden, diese negativen Energien nicht länger zu nähren. Ich sehe es als meine Mission an Licht in die Welt zu bringen und dem möchte ich mich proaktiv in meinem Wirken widmen. Diese Entscheidung bitte ich zu akzeptieren.

Gleichzeitig kann ich den aufklärerischen Anspruch verstehen, zu dem sich einige berufen fühlen. Bei den Menschen die ich persönlich kenne, weiß ich, dass dieser Anspruch nur von guten Absichten gespeist ist. Dennoch möchte ich dazu anmahnen, sehr bewusst und achtsam in der Kommunikation vorzugehen. Einige Menschen finden sicher durch die dargelegten Fakten zu mehr Klarheit und werden befähigt, bewusste proaktive Entscheidungen zu treffen (z.B. Medienkonsum). Bei anderen jedoch nähren die gleichen Inhalte ein Gefühl von Ohnmacht, Angst, Wut oder gar Hass und fördern damit destruktive Verhaltensmuster, die sie und andere Menschen schädigen. Bitte seid Euch darüber im Klaren, dass ihr immer eine Verantwortung habt, wenn ihr mit anderen kommuniziert. Denn neben den sachlichen Informationen die ihr weitergebt, gebt ihr genauso feinstoffliche Informationen in Form von Emotionen an Euer Gegenüber weiter. Für mein Leben möchte ich bitte selber dosieren wie viel negative Energie in Form von „wir werden von dunklen Mächten gesteuert“ ich in mein persönliches Energiefeld lasse. Wenn die „dunklen Mächte“ es tatsächlich darauf abgesehen haben uns in Angst leben zu lassen, weil ängstliche Menschen manipulierbar sind, dann sollte durch die Art der Aufklärung über Widersprüchen nicht zusätzliche Angst geschürt werden.

Ich bin persönlich davon überzeugt, dass wir, wenn wir die Schatten dieser Welt „besiegen“ wollen, dies nicht durch noch mehr Schatten erreichen, sondern ausschließlich durch Licht! Und so habe ich es mir zur persönlichen Aufgabe gemacht, auf meine Weise Licht (in Form von Liebe, Hoffnung, Hoffnung, Zuversicht, Tatendrang, Kreativität und inspiriertem Handeln) in die Welt zu bringen.

Ob wir Corona nun als göttliche Fügung deuten möchten, die die Menschen wach rütteln soll, als Zufall in einer globalisierten Welt oder als Intrige einer weltherrschaftlerischen Elite, in allen Fällen haben wir Recht. Denn wenn wir die äußere Welt als Projektion unseres Inneren erkennen, dann sind sowohl „Wahrheit“ als auch „Lüge“ Teil der Illusion. Das einzig Wahre bleibt die Liebe.

Bildquelle: Thanks to Loverna Journey for sharing their work on Unsplash.

2 Kommentare zu „Verschwörung oder nicht…

  1. Hallo Madeleine!

    Mit der Bürgerstiftung und ggfs. weiteren Kooperationspartnern plane ich eine Veranstaltungsreihe über die Heimatländer von hier lebenden Ausländern. Die Länder sollen durch einen Vortrag oder ein Video vorgestellt werden, außerdem soll es Speisen und Kultur (z.B. Musik) geben. Gedacht ist an eine Pilotphase von 6 events in 2021; bei Erfolg wird es dann 2022 weitergehen.

    An Dich wende ich mich als eine Expertin für China. Möchtest Du zu den Vortragenden gehören? Kennst Du Künstler, die gerne bei einer derartigen Gelegenheit auftreten würden mit Musik oder Tanz? Falls der Veranstaltungsort das Foyer der VHS wird, käme auch eine Kunstausstellung in Betracht, außerdem ein Büchertisch.

    VG, Ralf

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