Vom Wunderwald und Superfruits

Von Gastautorin Alex Jeanne

Der heutige Blogbeitrag kommt von Alex aus Köln, die uns letzten Sonntag bei unserer Kräuterwanderung begleitete. Alex kommt aus der Film- und Medienbranche und hat mit ein paar Kollegen „Alex im Wunderland“ gegründet. Ein Projekt das sich sich für eine offene, tolerante und weitsichtigere Gesellschaft einsetzt.

Superfruits im deutschen Wald?

Chia Samen, Goji Beeren,  Acai Beeren und Co. Diese Superfruits aus fernen Ländern sind mittlerweile nicht nur bei Gesundheitsfanatikern bekannt, sondern zu absoluten Trend-Lebensmitteln mutiert.  Chia und Co. sind mittlerweile so im Mainstream angekommen, dass sogar Discounter seit  einiger Zeit diese hochgelobten Wunderbeeren anbieten und selbst Mutti sich Chiapudding zum Frühstück zubereitet.

Die große ferne Welt hat anscheinend ne Menge tolles Zeugs zu bieten, was gesund und lecker ist. (Und man für viel Geld in den verrücktesten Varianten kaufen kann)

ABER: Was ist eigentlich mit Deutschland?War das Universum wirklich so ungerecht und hat unserer Heimat keine Superfruits beschert?

Wenn ihr so glauben solltet und mal wieder ein Wunder benötigt, dass euch zeigt: Hey, das Leben ist schön! Das Universum ist gerecht! Und auch das Land in dem ich wohne ist voller Schönheit und gefüllt mit Zauberfrüchten.

Geht in den Wald!

Denn genau das haben wir am letzten Sonntag mit dem WANDELWERK Aachen gemacht und es war so unglaublich inspirierend und erholsam! Geleitet von Wildnispädagogin Felicitas Lang streiften wir durch den Wald, haben heimische Superfruits kennen gelernt und Wildkräuter gesammelt.

Und Tatsache Leute: Unsere Wälder sind voll mit Superfruits! GRATIS Superfruits! Ohne lange Import-Wege. Von der Pflanze, zack in die Hand (oder direkt in den Mund)

Brennessel zum Beispiel! Eine wahre regionale Zauberpflanze. Oder Schlehen (habe ich übrigens vorher noch nie etwas von gehört, kann man aber wie Goji-Beeren getrocknet übers Müsli streuen). Wir waren wirklich erstaunt: Es gab fast an jeder Ecke was zum Sammeln! (oder sogar direkt zum Verzehren: miaam Brombeeren). Es gibt mittlerweile sogar Apps, mit denen kann man, ganz getreu unserem modernem Zeitalter nach, die Wildkräuter digital bestimmen.

Und das Tollste: Das alles macht unglaublich Spaß! Ist ein bisschen wie auf Pokemon Jagd zu gehen nur mit Pflanzen.

Erholung für die Seele

Aber nicht nur das Wildkräuterbestimmen und Sammeln hat wirklich viel Input gegeben: Es war auch unglaublich erholsam ein paar Stunden durch REINE NATUR zu laufen. Geräusche zu hören, die es in den Großstädten nicht gibt und dieses Phänomen Ökosystem Wald auf sich wirken zu lassen. Wisst ihr, wie schön das Licht aussehen kann, wenn es durch die Äste der riesig hohen Bäume fällt?

Erinnert ihr euch daran, wie angenehm Nadelbäume duften? Außerdem, nur so ganz nebenbei: Wälder sind magisch. Weiß jedes Märchen und jedes Kind. Und wo, wenn nicht in magischen Wäldern findet man Wunder?

Wald der Wunder

Ein Wunder war auf jeden Fall, nach Wochen von schwüler Großstadtluft und Temperaturen über 36 Grad, in diesem Wald einfach Kühle und Ruhe gleichermaßen genießen zu können.

Ja und diesen erkenntnisreichen, mit Wundern gespickten Waldspaziergang haben wir dann mit einem gemeinschaftlichen Zero-Waste-Picknick ausklingen lassen.

Wenn wir das Ganze (wie wir das ja so gerne in unserer Gesellschaft machen,mal  aus ner wirtschaftlichen Perspektive sehen), können wir sogar eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufstellen. Das geht vor allem an alle Logiker, denen ich mit dem unschlagbaren Argument WÄLDER SIND EINFACH MAGISCH nicht kommen kann, also hier gibts eure Kosten-Nutzen-Rechnung:

Kosten-Nutzen-Rechnung

Kosten? Keine! Die Wildkräuterwanderung war umsonst. Wer mag darf aber gerne an das Wandelwerk spenden.

Nutzen? Superfruits (schneller, frischer und kostenlos im Gegensatz zu Importware aus dem Aldi. Ach ja und klimaneutral  sind sie noch dazu)

Erholung (mindestens 5 Sterne Spa Quaität).

Kommunikation (besser als Tinder).

Das Vertrauen in unsere Welt (unbezahlbar)

2 Kommentare zu „Vom Wunderwald und Superfruits

  1. Warst Du noch nie im Wald, wandern oder ihn erleben mit Picknick am Bach? Dann würde es ja höchste Zeit!! Schlehen erst nach Frost sammeln, sind aber super sauer mit viel Vitamin C. Himbeeren, Blaubeeren hast Du noch vergessen.Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Wald Coming out.

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    1. Lieber Klaus! Ich denke schon, dass unsere Autoren schon einmal im Wald war. Doch meines Wissens nach lebt sie die meiste Zeit mitten in der Großstadt und im Rahmen unserer Wanderung wurde sie wieder an den Zauber des Waldes erinnert.

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